CPU-Analyse 2025: Welche Prozessoren liefern in der Schweiz die beste Preis-Leistung?
Ryzen 7000/9000, Intel 12.–14. Gen, X3D-Modelle & Co.: Wir analysieren, welche Desktop-CPUs 2025 in der Schweiz FPS/CHF bieten
Marktüberblick 2025: Zen 4/5 trifft auf Alder/Raptor Lake
Der CPU-Markt ist 2025 so spannend wie seit Jahren nicht mehr. AMD ergänzt die Ryzen-7000-Generation (Zen 4) um die neuen Ryzen-9000-Modelle mit Zen 5, die mehr Effizienz und höhere Multicore-Leistung bringen, ohne den AM5-Sockel zu wechseln. Intel kontert weiterhin mit 12., 13. und 14. Core-Generation (Alder/Raptor Lake) und sehr hohen Taktraten sowie Quick-Sync-Beschleunigung für Video.
Für Schweizer Käufer ist vor allem die Frage entscheidend: Welche Kombination aus CPU + Plattform bringt mir im Alltag die beste Leistung pro Schweizer Franken?
Dazu klären wir, welche CPU-Eigenschaften (GHz, Kerne, Cache, iGPU, Features wie Smart Access Memory oder Quick Sync) für Gaming, Video-Editing und Rendering wirklich zählen – und wo Marketingzahlen eher zweitrangig sind.
Preis-Leistungs-Quickcheck: zentrale Desktop-CPUs im Vergleich
Die folgende kompakte Tabelle zeigt, wie sich typische Modelle im Bereich Mittelklasse bis High-End einordnen. Preise sind grobe Strassenpreise bei Schweizer Händlern (Digitec, Brack, Microspot, Toppreise-Vergleich, Stand Q4/2025).
Preis-Leistungs-Scatterplot (CPUs)
Preis (CHF) auf der X-Achse, relativer Gaming-Performance-Index auf der Y-Achse.
Höher = mehr Gaming-Leistung pro investiertem Franken. Punkte repräsentieren typische Strassenpreise
in der Schweiz und eine zusammengefasste Gaming-Performance. Neu dabei: Ryzen-9000-Punkte in Pink.
* Performance-Index basierend auf relativen Gaming-Benchmarks (1080p/1440p, hoher Detailgrad).
** Preise sind typische Strassenpreise aus dem Schweizer Handel (Digitec, Brack, Microspot usw.) inkl. der ersten Ryzen-9000-Listings.
Die Detailwerte aus dem Plot sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeschlüsselt.
| CPU | Plattform | Kerntyp | Typischer Einsatz | Preis ca. (CHF) | Kurzfazit Preis-Leistung |
|---|---|---|---|---|---|
| Ryzen 7 7800X3D | AM5, DDR5 | 8C / 16T + 3D-V-Cache | High-End Gaming, solides Editing | ~380–430 | Aktuell einer der besten Gaming-CPUs (FPS pro CHF), sehr effizient. |
| Ryzen 5 7600 | AM5, DDR5 | 6C / 12T | 1080p/1440p Gaming, Einstieg Editing | ~200–230 | „Budget-King“ für neue Builds mit gutem Upgradepfad. |
| Ryzen 7 5800X3D | AM4, DDR4 | 8C / 16T + 3D-V-Cache | Gaming-Upgrade für bestehende AM4-Systeme | ~260–320 (Restposten) | Top-FPS auf alter Plattform – ideal als Drop-in-Upgrade, weniger sinnvoll für neue Builds. |
| Core i5-12400F | LGA1700, DDR4/DDR5 | 6P / 12T | Preiswertes 1080p/1440p-Gaming | ~110–140 | Extrem gutes Preis-FPS-Verhältnis, aber Plattform kurz vor dem Ende. |
| Core i5-13600K | LGA1700, DDR4/DDR5 | 6P + 8E (20T) | Gaming + starkes Rendering/Editing | ~280–330 | Sehr schnelles Allround-Paket, aber relativ hoher Stromverbrauch. |
| Core i9-13900K / 14900K | LGA1700, DDR5 | 8P + 16E (32T) | High-End Workstation, Enthusiast-Gaming | ~520–650 | Maximale Rohleistung, aber teuer und stromhungrig – nur sinnvoll, wenn Zeit = Geld. |
| Ryzen 9 7950X | AM5, DDR5 | 16C / 32T | CPU-Rendering, schweres Editing | ~520–580 | Enorme Multicore-Leistung bei guter Effizienz, attraktiver als viele High-End-Intels. |
| Ryzen 9 9950X | AM5, DDR5 (Zen 5) | 16C / 32T | High-End Rendering, 4K/8K-Editing | ~480–510 | Sehr hohe Multicore-Leistung, effizienter als ein Core i9-14900K; im Gaming hinter X3D. |
| Ryzen 9 9900X | AM5, DDR5 (Zen 5) | 12C / 24T | Allround-Workstation, Simulationen | ~350–370 | Auf Augenhöhe mit Core i9-14900K in vielen Creator-Workloads, dabei sparsamer. |
| Ryzen 7 9700X | AM5, DDR5 (Zen 5) | 8C / 16T | Gaming + regelmässiges Editing | ~260–280 | Effizienter 8-Kerner mit leichtem Plus gegenüber 7700X, aber klar hinter 7800X3D im Gaming. |
| Ryzen 5 9600X | AM5, DDR5 (Zen 5) | 6C / 12T | Mainstream-Gaming, Preis/Leistung | ~180–200 | Sehr effizienter 6-Kerner, ca. 10 % schneller als 7600X – idealer AM5-Sweetspot. |
Klar wird schon hier: Die spannendsten CPUs sitzen im Bereich Ryzen 5 / Ryzen 7 / Core i5 / Core i7. Ganz oben explodiert der Preis pro Prozent Mehrleistung, ganz unten fehlt Reserven für Multitasking und moderne Games.
Neue AMD-CPUs vs. ältere AMD-CPUs: Zen 4/5 gegen Zen 3
AMDs Schritt von Zen 3 (Ryzen 5000, AM4) zu Zen 4/5 (Ryzen 7000/9000, AM5) ist einer der grössten Generationssprünge der letzten Jahre:
- Single-Core-Leistung: +20–30 % je nach Workload.
- Multi-Core-Leistung: +40–70 % durch bessere IPC und höhere Taktraten.
- Taktraten: meist ~1 GHz höhere Base-Clocks und deutlich höhere Boost-Clocks.
- Plattform: AM5 bringt DDR5 und PCIe 5.0 sowie voraussichtlich mehrere CPU-Generationen Support.
Mit Zen 5 legt AMD besonders in Mehrkern-Workloads zu: Ryzen 9 9950X und 9900X setzen neue Effizienz-Benchmarks und schlagen Intels 14900K häufig bei deutlich geringerer Leistungsaufnahme. Im Gaming bleiben jedoch die X3D-Varianten (z. B. 7800X3D) die klaren FPS-Spitzenreiter.
Gleichzeitig sind die Ryzen-5000-Preise massiv gefallen. Ein Ryzen 7 5800X oder 5900X kostet heute deutlich weniger als zum Launch, teilweise unter 250–300 CHF. Das ergibt zwei sehr unterschiedliche Szenarien:
Du hast bereits ein AM4-System
- Drop-in-Upgrade (z. B. Ryzen 7 5800X3D oder 5900X): Für Gaming ist der 5800X3D ein Monster – oft auf Augenhöhe mit Zen-4-CPUs, ohne Mainboard/RAM tauschen zu müssen. Für Rendering bringt ein 5900X/5950X enorm mehr Threads.
- Preis-Leistung: Für 250–350 CHF bekommst du deutlich mehr FPS und Renderleistung, ohne den Rest des Systems anzufassen – ideal, wenn Budget begrenzt ist.
Du baust ein komplett neues System
-
AM4 (alt) lohnt sich nur im absoluten Sparmodus.
Eine günstige Kombi aus B550-Board + Ryzen 5 5600 ist zwar billig, aber die Plattform ist tot – kein Upgrade mehr nach oben. -
AM5 (neu) kostet mehr, bietet aber klar bessere Langzeit-Preis-Leistung.
DDR5 ist 2025 deutlich günstiger geworden, und AMD hat langen Support für AM5 angekündigt. Ryzen 5 7600 / Ryzen 7 7700 sind als Basis deutlich nachhaltiger als jeder neue AM4-Build.
Kurz gesagt: Als Upgrade ist Zen 3 auf AM4 weiterhin attraktiv – als Neubau solltest du direkt auf Zen 4/5 und AM5 setzen.
Neue AMD-CPUs vs. neue Intel-CPUs: X3D dominiert Gaming, Intel punktet bei Spezialfällen
Stellt man aktuelle Ryzen-7000/9000-CPUs den Intel-Generationen 12–14 gegenüber, ergibt sich ein klares Bild:
Gaming
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Ryzen X3D (z. B. 7800X3D) sind die schnellsten Gaming-CPUs am Markt.
Durch riesige L3-Caches liegen sie in vielen Titeln vor selbst teuren Intel Core i9 – bei deutlich niedrigerem Stromverbrauch. - Normale Ryzen-7000-Modelle (7600, 7700, 7900) liegen meist in etwa auf Niveau von aktuellen Core i5/i7, oft mit etwas besserer Effizienz.
- Ryzen-9000-Modelle (Zen 5) wie 9600X/9700X fügen sich hier ein: leicht schneller und deutlich effizienter als ihre Zen-4-Vorgänger, aber in Games klar hinter 7800X3D.
- Intel kontert mit sehr hohen Taktraten (bis nahe 6 GHz), ist in einzelnen, stark singlethreaded Games minimal vorne, verliert aber häufig beim FPS-pro-CHF-Verhältnis.
Produktivität (Video-Editing, Rendering)
- AMD Ryzen 9 (z. B. 7900X, 7950X) liefern hervorragende Multicore-Leistung bei guter Effizienz. Für CPU-Rendering sind sie oft die bessere Wahl pro Watt; mit Zen 5 (9900X/9950X) steigt die Effizienz nochmals deutlich.
- Intel Core i7/i9 (13./14. Gen) setzen auf viele E-Cores und sehr hohe Taktraten. In manchen Adobe-Workflows (besonders H.264/H.265) gewinnen sie dank Quick Sync bei Export und Playback klar – hier sind sie extrem stark.
- Preislich liegen vergleichbare AMD- und Intel-CPUs oft ähnlich; AMD-Boards sind allerdings häufig etwas günstiger, Intel braucht für OC teure Z-Boards.
Für die meisten Gamer und Allround-User gilt daher: Neue AMD-CPUs bieten aktuell etwas bessere Preis-Leistung und Effizienz, besonders mit X3D-Modellen. Wer allerdings stark von Quick Sync profitiert (YouTuber, Livestreamer mit H.264-Workflows), kann mit einem modernen Core i5/i7 die Nase vorn haben.
Neue AMD-CPUs vs. ältere Intel-CPUs: Upgrade statt Festhalten
Viele PCs in der Schweiz laufen noch mit Intel 8.–10. Generation (z. B. i7-8700K, i7-9700K, i9-10900K). Im Vergleich zu modernen Ryzen-7000-CPUs sieht es so aus:
- Single-Core: Moderne Ryzen haben deutlich mehr IPC und höhere Taktraten. Selbst ein Ryzen 5 7600 hängt einen ehemals „grossen“ i7-9700K in Games klar ab.
- Multi-Core: Ein 6-Kern-Ryzen der neuen Generation kommt an die Leistung vieler älterer 8–10-Kern-Intels heran – bei deutlich weniger Stromverbrauch.
- Plattform: AM5 bringt DDR5, PCIe 5.0, USB-C u. a. Features, alte Intel-Plattformen sitzen auf DDR4 und PCIe 3/4 und sind sicherheits- wie effizienzmässig deutlich im Hintertreffen.
Wenn du heute von einem 8.-, 9.- oder 10.-Gen-Intel auf einen Ryzen 5/7 umsteigst, bekommst du mehr FPS, schnellere Exporte und niedrigere Stromrechnungen – meist für weniger Geld, als damals die Intel-CPU allein gekostet hat.
Neue Intel-CPUs vs. ältere AMD-CPUs: wenn Intel aufholt – oder überholt
Umgekehrt gibt es viele Systeme mit Ryzen 2000/3000 oder frühen 5000ern. Hier haben Intels neue Hybrid-CPUs (12.–14. Gen) einen deutlichen Sprung gemacht:
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Core i5-13600K vs. Ryzen 9 5900X:
Ähnliches oder besseres Gaming-Niveau, ähnliche Multicore-Leistung, aber neu teils günstiger als der alte 12-Kerner – und mit modernerem Plattform-Unterbau. -
Core i5-12400F vs. Ryzen 5 3600/5600:
Deutlich bessere FPS und Anwendungsperformance bei ähnlichem oder niedrigerem Preis. -
Ausnahme: Ryzen 7 5800X3D.
Als Gaming-Upgrade für bestehende AM4-Systeme schlägt er viele neue Intel-CPUs. Für einen kompletten neuen Build ist aber ein moderner Intel- oder AM5-Ryzen sinnvoller.
Wenn du von einem älteren Ryzen-System kommst und ohnehin alles (Board, RAM, CPU) ersetzen willst, sind moderne Core-i5/i7-CPUs eine sehr starke Option – vor allem dann, wenn du Premiere Pro, OBS mit Quick Sync oder ähnliche Workflows nutzt.
Neue Intel-CPUs vs. ältere Intel-CPUs: 12. Gen als echter Wendepunkt
Bei Intel selbst lohnt sich ein Blick auf die Generationen:
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10. Gen (Comet Lake):
Guter Allround-Level, aber ineffizient und ohne PCIe 4.0. Gegenüber 12./13. Gen klar im Hintertreffen. -
11. Gen (Rocket Lake):
Hohe Taktraten, aber wenig Kerne und hoher Stromverbrauch. Preis-Leistung aus heutiger Sicht schlicht schlecht. -
12. Gen (Alder Lake):
Hybrid-Design (P+E-Cores), DDR5-Support, grosser Sprung bei FPS und Multicore. Ein 12600K/12400F lässt 10./11. Gen locker hinter sich. -
13. Gen (Raptor Lake):
Feinschliff mit mehr E-Cores und etwas höheren Takten – 5–15 % schneller als 12. Gen, je nach Anwendung. -
14. Gen (Refresh):
Im Prinzip ein leicht überarbeiteter 13er – mehr Takt, kaum neue Features. Interessant vor allem, wenn der Preis stimmt.
Für Besitzer von 8.–11. Gen gilt: Ein Umstieg auf 12./13. Gen (oder direkt auf AM5) bringt massive Preis-Leistungs-Gewinne. Wer bereits einen 12./13.-Gen-Core besitzt, gewinnt durch 14. Gen kaum mehr als ein paar Prozent – das lohnt sich meist nicht.
Welche CPU-Eigenschaften zählen für welchen Einsatz?
Datenblätter sind voll mit Zahlen – aber nicht jede ist für deinen Usecase gleich wichtig. Hier die wichtigsten Eigenschaften und wofür sie wirklich relevant sind.
GHz (Taktfrequenz) & IPC: wichtig für Gaming und „Snappiness“
- Gaming: Viele Engines skalieren nur bedingt auf viele Kerne, dafür stark mit Takt & IPC. Hohe Boost-Taktraten und moderne Architektur bedeuten mehr FPS und stabilere 1-%-Lows.
- Alltag & UI-Responsiveness: Öffnen von Programmen, Render-Preview, Browsing – alles profitiert von starker Single-Core-Leistung.
- Interpretation: 5 GHz auf einem aktuellen Zen- oder Core-Design schlagen 5 GHz auf einem 5 Jahre alten Chip um Längen. GHz nur innerhalb derselben Architektur vergleichen.
Kern- und Threadzahl: entscheidend für Rendering & Video-Exports
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Rendering (Blender, Cinema 4D, CPU-Raytracing):
Skaliert oft fast linear mit Kernanzahl. 16 Kerne rendern Szenen deutlich schneller als 8 – hier lohnt sich ein Ryzen 9 oder Core i7/i9. -
Video-Editing:
Exporte und komplexe Effekte profitieren von 8+ Kernen, Timeline-Performance hängt aber auch stark von der GPU ab. -
Gaming:
6–8 Kerne sind der Sweetspot. Mehr bringt meist kaum zusätzliche FPS, ausser du streamst nebenbei oder hast viele Hintergrund-Tasks.
Cache (L3, 3D V-Cache): heimlicher Star für Gaming
- Gaming: Grosse L3-Caches halten mehr Game-Daten direkt in CPU-Nähe. Weniger Zugriffe auf den RAM bedeuten höhere FPS und bessere Frame-Konsistenz. Genau deshalb sind 5800X3D/7800X3D so stark.
- Produktivität: Je nach Workload messbar, aber weniger spektakulär als im Gaming. Nette Dreingabe, aber nicht das Hauptkriterium.
RAM & Features wie AMD Smart Access Memory (SAM) / Resizable BAR
- DDR4 vs. DDR5: DDR5 bietet höhere Bandbreite, hilft bei speicherintensiven Tasks und minimiert Bottlenecks bei sehr schnellen GPUs. Für viele Games ist der Unterschied klein, aber die Plattform ist zukunftssicherer.
- Kapazität: 16 GB sind heute das absolute Minimum, 32 GB sinnvoll für Video-Editing und High-End-Gaming, 64 GB+ für 4K/8K-Workflows.
- Smart Access Memory / Resizable BAR: CPU kann auf den kompletten VRAM der GPU zugreifen statt in kleinen Blöcken. Bringt je nach Game ein paar Prozent mehr FPS – „gratis“ Performance, wenn im BIOS aktiviert.
iGPU & Medien-Engines (Quick Sync, SmartAccess Video)
- Intel Quick Sync: Hardware-Encoder/Decoder für H.264/H.265/AV1. In Premiere Pro, DaVinci, OBS & Co. oft ein Gamechanger: niedrigere CPU-Last, flüssigeres Playback, schnellere Exporte.
- AMD SmartAccess Video: Nutzt CPU und GPU gemeinsam zum Encoden. Besonders spannend mit aktuellen Radeon-GPUs in DaVinci Resolve.
- Gaming: Wenn du eine dedizierte GPU nutzt, ist die iGPU nur Backup. Für reine Office-/HTPC-Systeme kann eine starke iGPU (APUs) hingegen die ganze GPU ersetzen.
TDP, Effizienz & Kühlung
- High-End-CPUs wie 13900K oder 7950X ziehen unter Volllast 200–250 W+. Ohne starke Kühlung (240/280 mm AIO oder High-End-Luft) wird es laut oder sie takten herunter.
- Effizienz: Zen 4/5 ist pro Watt meist klar vor aktuellen Intel-Topmodellen. Bei langen Render-Jobs oder in kleinen Cases ist das ein echter Vorteil.
- Praxis: Für Gaming reicht oft ein moderater Kühler, für Rendering-Workstations solltest du für die Kühllösung grosszügig planen.
Overclocking & Feintuning
- AMD: Alle Ryzen sind grundsätzlich übertaktbar, PBO (Precision Boost Overdrive) holt automatisch ein paar Prozent mehr heraus, wenn Kühlung & VRMs mitmachen.
- Intel: Nur „K“-Modelle auf Z-Boards lassen echtes OC zu. Der Mehrwert ist heute kleiner als früher, weil die CPUs ab Werk bereits sehr hoch boosten.
- Realistisch: Wer Preis-Leistung optimieren will, kümmert sich eher um ein gutes XMP/EXPO-RAM-Profil, saubere Kühlung und BIOS-Settings, statt ans Limit zu übertakten.
Fazit: Wie du 2025 die richtige CPU für Gaming, Editing & Rendering wählst
Der CPU-Markt 2025 bietet viele Optionen – aber einige klare Muster helfen bei der Auswahl:
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Reines Gaming (1080p/1440p, RTX- oder RX-GPU):
6–8 schnelle Kerne reichen. Ryzen 5 7600, Ryzen 7 7700 und vor allem 7800X3D liefern sehr starke FPS-pro-CHF-Werte. Intel-Alternativen sind moderne Core i5 (12400F, 13400F, 13600K), wenn der Preis stimmt. -
Gaming + Streaming + gelegentliches Editing:
8–12 Kerne sind ideal, z. B. Ryzen 7 7700/7800X3D oder Core i5-13600K. Wer viel H.264-Video codiert oder streamt, profitiert stark von Intel Quick Sync. -
Schweres Video-Editing & 3D-Rendering:
Hier zählen Kerne und Plattform mehr als letzte 5 % FPS in Games. Ryzen 9 7900X/7950X oder Core i7/i9 mit vielen E-Cores verkürzen Exporte und Renderzeiten deutlich. -
Upgrades statt Komplett-Neubau:
Auf AM4 lohnt sich ein 5800X3D- oder 5900X-Upgrade. Auf alten Intel-Plattformen lohnt sich meist direkt der Sprung auf AM5 oder 12./13. Gen – statt noch Geld in 10./11. Gen zu stecken.
Unterm Strich gilt: Neue AMD-CPUs bieten 2025 das leicht bessere Gesamtpaket aus Leistung, Effizienz und Plattform-Zukunft, während Intel mit Quick Sync und hohen Taktraten in ausgewählten Workflows punktet. Wer seine eigenen Prioritäten – Gaming-FPS, Renderzeit, Lautstärke, Upgradepfad – nüchtern bewertet, findet im aktuellen CPU-Portfolio problemlos eine Lösung mit sehr guter Preis-Leistung für den Schweizer Markt.